21.08.2023 - 29.08.2023

Kirchheim - Garmisch Partenkirchen - Kirchheim

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Etappenübersicht

Tag 1

Kirchheim u. Teck nach Ulm

Tag 2

Ulm nach Bad Wörishofen
Besuch und Abendessen bei einem Kumpel

Tag 3

Bad Wörishofen nach Füssen

Tag 4

Füssen nach Garmisch Partenkirchen

Tag 5

Tour auf die Wank

Tag 6

Tour zum Eibsee

Tag 7

Abreise von Garmisch Partenkirchen nach Peiting

Tag 8

Peiting nach Thannhausen

Tag 9

Thannhausen nach Geislingen an der Steige Kirchheim u. Teck


Reisebericht mit Bildern

Tag 1

Die erste Etappe führt mich von Kirchheim über den Albaufstieg in Neidlingen bis nach Ulm. Die Sonne scheint und es ist mit stellenweise zwischen 38°C und 40°C eigentlich zu heiß zum Fahrradfahren. Daher gibt es rund 20 km vor Ulm nochmal eine Pause, um die Wasservorräte aufzufüllen und eine Kleinigkeit zu essen. Schließlich komme ich in Ulm an und lasse den ersten Abend bei einem Bier und Maultaschen in der Brauerei Barfüßer ausklingen.

Albaufstieg Neidlingen

Maultaschen

Tag 2

Die Nacht in der Unterkunft ist nicht sonderlich erholsam, da die Glocken des Ulmer Münster die ganze Nacht alle 15 Minuten läuten. Bei offenem Fenster, weil das Zimmer leider keine Klimaanlage hat, ist an Schlaf kaum zu denken. Das Happy-Hour Frühstück mit einem Glas Secco ist hingegen absolut super und entschädigt für die Nacht. Heute sind es knapp über 100 km bis nach Bad Wörishofen. Dort besuche ich einen Kumpel und wir unterhalten uns bei einem gemeinsamen Abendessen über den weiteren Verlauf der Tour.

Frühstück

Tag 3

Bevor ich auf die 3. Etappe starte, frühstücke ich in einer Bäckerei in der Nähe und fahre anschließend in den Ostpark von Bad Wörishofen zu einer Kneipp-Anlage. Anschließend setze ich meine Fahrt in Richtung Füssen fort. Kurz vor Füssen erwartet mich entlang des Forggensee ein einmaliger Blick auf die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau im Licht der Abendsonne.

Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau

Tag 4

Nach einer ebenfalls nicht sehr erholsamen Nacht in einem vollbelegten 8-Bett-Zimmer in der Altstadt von Füssen, mache ich mich bereits gegen 7:30 Uhr auf den Weg ca. 5 km an den Forggensee zurück, um ein morgendliches Bad im See zu genießen. Nach einem kurzen Frühstück in der Altstadt von Füssen, bei dem ich auch die Möglichkeit habe mein Handy wieder zu laden, fahre ich bis zur Hängebrücke Highline179 in Reutte. Was für ein Anblick. Natürlich lasse ich es mir nicht entgehen, mein Fahrrad unten abzustellen und zu Fuß über die Brücke zu gehen. Anschließend fahre ich am Heiterwanger See und am Plansee vorbei über einen Panorama-Höhenweg bis nach Garmisch Partenkirchen, wo ich ein Airbnb Zimmer gebucht habe.

Highline179 in Reutte

Plansee

Tag 5

Heute steht mein eigentliches Ziel der Tour auf dem Plan. Ich fahre um Gewicht zu sparen mit nur einer Seitentasche bepackt zum ca. 13 km entfernten Eibsee. Der See ist bekannt für seine karibikähnlichen Farben des kristallklaren Wassers. Mit der Kamera möchte ich ein paar Bilder mit der Zugspitze im Hintergrund und dem See im Vordergrund machen. Leider hat das Wetter andere Pläne und es zieht ein Gewitter auf. Kurz nach dem Gewitter habe ich aber dennoch die Möglichkeit, ein paar Bilder zu machen und den Eibsee auf dem Rundweg zu bestaunen.

Eibsee

Gondel

Tag 6

Gut erholt mache ich mich zu Fuß auf den Weg in die Stadt zum Frühstücken. Ich entscheide mich für eine Tasse Cappuccino und ein Croissant in einer Bäckerei im Stadtkern von Garmisch. Auf dem Rückweg schaue ich mir das älteste Café in Garmisch an, das direkt neben der Bäckerei ist. Wieder in der Unterkunft angekommen, packe ich meine Satteltaschen für eine kleine Tour zu den Kuhfluchtwasserfällen in Farchant. Da mich mein Handy falsch leitet (ans obere Ende der Wasserfälle statt an das untere Ende), beschließe ich eine Hütte auf 1231 m anzufahren, die mir von einem Einheimischen empfohlen wird. Nach dem Mittagessen fahre ich schnellstmöglich zurück zur Unterkunft, da sich der Himmel verdunkelt und schwere Unwetter mit bis zu 5 cm Hagelkorndurchmesser angesagt sind.

Auf dem Weg in die Stadt

Ratscafé

Unwetter Garmisch

Tag 7

Tag der Abreise aus Garmisch. Nach einem leckeren Frühstück im Ratscafé mit Pfifferlingen, Rührei und Rösti, fahre ich unterhalb der Kuhfluchtwasserfälle in Richtung Farchant. So komme ich trotzdem noch in den Genuss, die Wasserfälle zu sehen, wenn auch nur aus einiger Entfernung. Aufgrund des vorangegangenen Unwetters hängen noch Nebelschwaden über den Wasserfällen, was dem Ganzen einen mystischen Anblick verschafft. Das Endziel der nur etwa 55 km kurzen Etappe ist Peiting. Zuvor muss ich aber einen Weg durch Bad Bayersoien finden, ein kleines Dorf das vom gestrigen Unwetter völlig zerstört wurde. Die Hagelkörner hatten offiziellen Berichten und Augenzeugen zuvolge bis zu 10 cm Durchmesser. Der anhaltende Regen danach macht die Situation nicht besser.

Kuhfluchtwasserfälle

Schaden Hagelunwetter Bad Bayersoien

Tag 8

Nach einer erholsamen Nacht in Peiting und einem ausgezeichneten Frühstück sehe ich im Regenradar, dass es den ganzen Tag ohne Unterbrechung regnet. Da ich aber am Vortag auch schon den ganzen Tag im Regen gefahren bin und meine Kleidung trotzdem wieder trocken ist, beschließe ich, die Etappe trotzdem zu fahren. Heute sind es über 80 km bis Thannhausen. Dort angekommen freue ich mich erstmal auf eine warme Dusche und ein Dach über dem Kopf. Das leckere und preiswerte Essen im Hotel Sonnenhof entschädigt für die Strapazen des Tages.

Unterkunft Peiting

Tag 9

Eigentlich will ich auf der heutigen Etappe nach weiteren 80 km mit dem Fahrrad in Geislingen an der Steige wie geplant in einem bereits bestätigten Hotel übernachten. Doch um 9:30 Uhr, während ich gerade packe und kurz vor dem Checkout bin, kommt der Anruf von dem Hotel und mir wird gesagt, dass ich dort heute Nacht nicht schlafen kann. Es wäre seitens des Hotels zu einem Fehler und dadurch zu einer Überbuchung gekommen. Da ich das Zimmer nicht im Voraus bezahlt habe und mir das Hotel außerdem keine Alternative anbieten kann, beschließe ich nach kurzer Überlegung, zu versuchen, die 120 km am Stück bis nach Kirchheim zu fahren. Trotz mehrerer schweren Regenschauer und Temperaturen von maximal 12°C schaffe ich es bis nach Hause. Ich lerne daraus, dass es vielleicht eine gute Idee ist, in Zukunft zur Sicherheit ein Zelt mitzunehmen.