30.09.2025 - 09.10.2025

Kirchheim - Hamburg

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Etappenübersicht

Tag 1

Kirchheim u. Teck nach Heilbronn

Tag 2

Heilbronn nach Obernburg am Main

Tag 3

Obernburg am Main nach Fulda (Rhön)

Tag 4

Fulda nach Jestädt bei Eschwege (Villa Velo)

Tag 5

Zusatzübernachtung in Jestädt (Villa Velo)

Tag 6

Jestädt nach Freden bei Bad Gandersheim

Tag 7

Freden nach Hornbostel bei Wietze

Tag 8

Hornbostel über die Lüneburger Heide bis nach Hamburg

Tag 9

Zusatzübernachtung in Hamburg Besuch im Miniaturwunderland Hamburg

Tag 10

Rückfahrt mit dem ICE von Hamburg nach Stuttgart
S-Bahn von Stuttgart nach Kirchheim Wendlingen


Reisebericht mit Bildern

Tag 1

Heute geht es von Kirchheim gut 90 km bis zur Jugendherberge in Heilbronn. Der Weg führt mich dabei zunächst am Neckar entlang bis nach Bad Cannstatt und über die Brücke zum Rosensteinpark. Von dort habe ich einen schönen Blick auf den Cannstatter Wasen.

Ausblick auf den Cannstatter Wasen

Weiter geht es teils steil bergauf durch die Weinberge kurz vor Heilbronn. Ich bin froh, als ich endlich in der Jugendherberge ankomme und den Tag bei einem Bier und einem guten Burger in einem nahegelegenen Wirtshaus ausklingen lassen kann.

Weinberge in der Nähe von Heilbronn

Tag 2

Von der Jugendherberge Heilbronn starte ich gegen 9:30 Uhr in Richtung meinem nächsten Etappenziel Obernburg am Main in ca. 100 km Entfernung. Zu diesem Zeitpunkt ahne ich noch nicht, dass ich heute ständig Umleitungen aufgrund von Baustellen oder sonstigen Sperrungen fahren muss. Immerhin habe ich an diesem Tag aber bestes Fahrradwetter mit viel Sonne und ohne Wind.

Bestes Fahrradwetter

Tag 3

Nach einem ausgedehnten Frühstück am nächsten Morgen in der Unterkunft Hotel “Zum Karpfen” in Obernburg am Main, mache ich mich zunächst auf in eine nahegelegene Apotheke, um mir ein Voltaren Gel zu kaufen.

Frühstück Hotel Zum Karpfen

Nach einem kurzen Besuch bei einem alten Teil der Stadtmauer von Obernburg, welcher nur ein paar Meter fußläufig von der Apotheke entfernt ist, kehre ich zu meinem Fahrrad zurück. Heute Morgen ist es eisig kalt, Temperaturen zwischen 1 und 3°C und extrem dichter Nebel. Nach ca. einer Stunde mit diesen Bedingungen habe ich aber Glück: Der Nebel lichtet sich, die Temperaturen steigen deutlich und die Sonne zeigt sich an einem strahlend blauen Himmel.

Dichter Nebel

Spiegelung im Main

Tag 4

Heute starte ich vom City Hotel Fulda in Richtung der Villa Velo in Jestädt in der Nähe von Eschwege. Diese Unterkunft durfte ich zu den gleichen preislichen Konditionen bereits bei meiner Radtour letztes Jahr genießen. Auch an diesem Morgen ist es sehr kalt mit dichtem Nebel.

Rapsfeld im Nebel

Tag 5

Aufgrund der sehr starken und anhaltenden Regenfälle am heutigen Tag und meinem schmerzenden, rechten Kniegelenk zuliebe, beschließe ich noch einen Tag länger in dieser Unterkunft zu übernachten. Nach kurzer und unkomplizierter Rücksprache mit der Unterkunft, kann ich mich ruhigen Gewissens nochmal gemütlich ins Bett kuscheln.

Zimmer Villa Velo

Abgesehen von einem Frühstück in der Bäckerei eine Ortschaft weiter und einem leckeren Abendessen in der einzigen Wirtschaft im Ort, verbringe ich diesen Tag überwiegend mit lesen, Fernseher schauen und dem Vorausplanen der nächsten Etappen.

Tag 6

Auf meinem Weg von Jestädt über Göttingen bis nach Freden in der Nähe von Bad Gandersheim lerne ich, dass es in dieser Region in dieser Jahreszeit traditionelle und ausgelassene Kirmesumzüge gibt. Diese sind von der Größe her vergleichbar mit unseren Faschingsumzügen. Einen solchen Umzug erlebe ich kurz hinter Göttingen in der Ortschaft Bovelden.

Kirmesumzug Bovelden

Diese Etappe führt mich in der Nähe der Bierbrauerstadt Einbeck kurz vor Bad Gandersheim außerdem an einem Kürbisverkauf am Straßenrand vorbei.

Kürbisverkauf am Straßenrand

Tag 7

Heute fahre ich von Freden über Hannover bis nach Hamburg. Mein rechtes Kniegelenk macht auf dieser Etappe immer mehr Probleme. Mittlerweile muss ich am Tag bis zu 4x 400er Ibuprofen Tabletten nehmen, um die Etappe fahren zu können. Hier wird mir das erste mal klar, dass ich die ursprünglich von Kirchheim nach Oslo geplante Tour voraussichtlich in Hamburg abbrechen muss. Das Rathaus in Hannover finde ich sehr beeindruckend.

Neues Rathaus Hannover

Tag 8

Von Hornbostel fahre ich heute über das von mir lange ersehnte Ziel Lüneburger Heide bis nach Hamburg. Dies ist die längst geplante Etappe auf dieser Tour mit etwas mehr als 120 km. Allerdings muss ich rund 14 km vor dem Ziel in Hamburg-Harburg aus gesundheitlichen Gründen auf die Bahn umsteigen.

Panorama Lüneburger Heide

Tag 9

Nach einer recht unruhigen Nacht in dem Hotel in Hamburg (leider bin ich im Problemviertel in Hamburg gelandet), besuche ich nach einem kurzen Frühstück das Miniaturwunderland Hamburg. Die Karte hierfür habe ich mir bereits einige Tage zuvor online gebucht. Trotzdem bin ich nur knapp acht Minuten vor Ablauf des Zeitslots im Wunderland, da sich die Anreise mit der Deutschen Bahn alles andere als einfach darstellt. Nach über sechs Stunden in der Speicherstadt verlasse ích die Ausstellung ziemlich erschöpft.

Tag 10

Nach einer weiteren Übernachtung in dem Hotel in Hamburg packe ich meine Sachen zusammen und laufe mit dem vollgepackten Fahrrad in Richtung Hamburg Hauptbahnhof. Von dort fährt pünktlich um 11:26 Uhr der ICE nach Stuttgart ab, allerdings nicht wie geplant von Gleis 14, sondern kurzfristig vom Nebengleis 13. Glücklicherweise hilft mir ein Angestellter der Deutschen Bahn beim Einladen meines Fahrrades.

Fahrradmitnahme Deutsche Bahn

Die weitere Fahrt verläuft insgesamt recht angenehm und ohne Verspätungen. Angekommen am Stuttgarter Hauptbahnhof muss ich erst einmal um die gesamte Baustelle laufen, um dann zu den S-Bahn Gleisen unten zu gelangen. Aufgrund dessen, dass die S-Bahn extrem überfüllt ist und ich von anderen Passanten blockiert werde, muss ich auf die nächste S-Bahn warten. Glücklich in der S-Bahn steht plötzlich auf der Anzeige, dass diese aufgrund der erheblichen Verspätung nicht bis Kirchheim sondern nur bis nach Wendlingen fährt. Ich stelle mal wieder fest, dass sich die Deutsche Bahn in Sachen Zuverlässigkeit zwar im Fernverkehr gebessert hat, im Nahverkehr oder Regionalverkehr aber nach wie vor komplettes Chaos herrscht.